Überwachen Sie Ihren Verbrauch und die Solarproduktion mit dem Shelly EM Gen4, Energiemesser mit 2 Kanälen bis 120 A. WiFi 6, Zigbee, Matter, MQTT: native Integration mit Home Assistant, 30 Tage lokale Datenspeicherung und Trockenkontakt-Ausgang für Lastabwurf.
Der Shelly EM ist seit Jahren der Maßstab für eingebaute Verbrauchsüberwachung, und diese Gen4-Version behält genau das Rezept bei, das funktioniert: zwei Messekanäle mit Stromzangen bis 120 A, eine bidirektionale Messung, die zwischen verbrauchter und erzeugter Energie unterscheidet, und ein Trockenkontakt-Ausgang zur Steuerung eines Schützes. In der Praxis deckt dies die drei wichtigsten Anforderungen in der Energie-Hausautomation ab: Überwachung des Gesamtverbrauchs des Hauses, Messung einer Photovoltaik-Erzeugung mit Netz-Ein- und -Ausspeisung und Lastabwurf auf einen Boiler oder eine Wärmepumpe.
Bei der Integration ist es praktisch fehlerfrei. Die Home Assistant-Integration funktioniert nativ vollständig lokal mit sofortiger Messwertübermittlung über RPC/WebSocket, ohne irgendeinen Cloud-Dienst. Das Modul verfügt über eine Echtzeituhr und speichert mindestens 30 Tage an Minutendaten, die als CSV exportiert werden können: bei Netzausfall gehen keine Daten verloren. MQTT-Unterstützung, Webhooks und Scripting runden das Angebot ab, und das Modul wird offiziell von Zigbee2MQTT mit seinen zwei Kanälen und seinem Relais erkannt. Es fungiert sogar als Zigbee-Router, um das Netz-Mesh zu verstärken.
Dennoch ein paar ehrliche Vorbehalte. Es ist nur eine 50-A-Zange enthalten, während das Modul zwei Kanäle verwaltet, also muss man eine zweite Zange einplanen, um das volle Potenzial zu nutzen. Der Wechsel zwischen Matter- und Zigbee-Profilen bleibt der Schwachpunkt der Gen4-Plattform, mit manchmal eigensinniger Prozedur, und im Zigbee-Modus werden nur die wichtigsten Messungen übermittelt: für die eingebaute Chronik, den Leistungsfaktor und den CSV-Export bleibt WiFi der beste Weg. Schließlich ist das Modul einphasig und in Unterputzausführung: für Dreiphasig muss man sich das Shelly 3EM ansehen, und für einen sauberen Hutschienen-Einbau ist das Shelly Pro EM-50 die richtige Wahl. Gegenüber dem Shelly EM Gen3 ist der Preisunterschied von etwa zehn Euro durch die Hinzufügung von Zigbee, Matter und WiFi 6 problemlos gerechtfertigt.
Am Ende ist der Shelly EM Gen4 meiner Meinung nach der vollständigste Energiemesser mit Unterputzmontage auf dem Markt für ein Home Assistant-Ökosystem, mit einer protokollarischen Vielseitigkeit, die in dieser Preisklasse einzigartig ist. Ich vergebe ihm die Note 4,5/5, wobei ich besonders seine bidirektionale Messung, seine lokale Speicherung und seine vorbildliche Integration hervorhebe; die Jugend des Zigbee-Aspekts hindert ihn daran, die maximale Bewertung zu erreichen.
Typ: einphasiger 2-Kanal-Energiemesser mit Stromzangen (kontaktlose Messung)
Stromzangen: 1 x 50-A-Zange enthalten, kompatibel mit 80-A- und 120-A-Zangen (bis 120 A pro Kanal)
Messungen: Wirkleistung und Scheinleistung, verbrauchte und erzeugte Energie (bidirektional), Spannung, Strom, Leistungsfaktor
Genauigkeit: ±2 % bei Spannung und Strom von 1 bis 50 A, ±5 % unter 1 A
Trockenkontakt-Ausgang: Relais max. 2 A bei 240 V AC zur Steuerung eines Schützes (Lastabwurf, Boiler)
Konnektivität: WiFi 6 (802.11 b/g/n/ax, 2,4 GHz), Bluetooth 5 LE, Zigbee (Router-Funktion), Matter
Offene Protokolle: MQTT, HTTP/HTTPS, WebSocket, RPC, Webhooks, mJS-Scripting
Hausautomations-Integration: Home Assistant (native Integration, lokale Steuerung), Zigbee2MQTT (Modell S4EM-002CXCEU), Jeedom, MQTT
Sprachassistenten: Amazon Alexa, Google Home, Apple Home über Matter
Lokale Speicherung: mindestens 30 Tage Daten mit 1-Minuten-Auflösung, Echtzeituhr, CSV- und JSON-Export
Prozessor: ESP32-C6 mit 16 MB Flash-Speicher
Stromversorgung: 110-240 V AC, 50/60 Hz, Eigenverbrauch unter 1 W
Abmessungen und Gewicht: 37 x 42 x 16 mm für 26 g, Unterputzausführung
Betriebstemperatur: -20 °C bis 40 °C
Schutzfunktionen: Überhitzung, Überspannung, Stromstärkeüberschuss, Überleistung, interner Temperatursensor